Rezept für selbstgemachte Krapfen mit Marmeladenfüllung

…oder Berliner oder Pfannkuchen oder Kreppel, oder wie auch immer ihr sie nennen wollt. Wir betiteln sie einfach mal als lecker und belassen es dabei. Denn neben dem Namen bliebe dann ja auch noch Hülle (Puderzucker, Zimtzucker, Glasur?) und Fülle (Marmelade, Pudding, Schoko?) zu klären. Unsere Entscheidung fällt auf ganz einfache Krapfen mit Marmeladenfüllung und viel Puderzucker. Ein klassisches Rezept, wie es traditionell zur Faschingszeit gebacken wird.

Selbstgemachte Krapfen mit Marmeladenfüllung

An dieser Stelle müssen wir bekennen: Wir mochten Krapfen schon immer lieber als Rosenmontagszüge. Daher fällt es uns auch gar nicht schwer, in diesem coronaverrückten Jahr einfach zu Hause zu bleiben und Berliner zu frittieren. Ein ziemlich passables Alternativprogramm, mit dem wir vielleicht auch den ein oder anderen Faschingsfanaktiker versöhnlich stimmen können? Gut genug sind diese kleinen feinen Teilchen allemal.

Häufig sind es drei Dinge, die davon abhalten Berliner selbst zu machen: Hefeteig, Frittieren, Füllen. Kennen wir nur zu gut. Inzwischen sind wir aber tief genug ins Krapfen-Game eingestiegen (und haben Tante Ilse um Rat gefragt) um euch hier unsere Top-Tipps für selbstgemachte Krapfen mit Marmeladenfüllung präsentieren zu können:

Selbstgemachte Krapfen mit Marmeladenfüllung
Selbstgemachte Berliner

Der Hefeteig

sollte schön weich sein, sonst werden die Berliner trocken. Die Eigelb im Teig sorgen dafür, dass die kleinen Teilchen beim Frittieren nicht zu viel Fett aufsaugen. Ansonsten gilt wie für fast jeden Hefeteig: lauwarme (nicht zu heiße, nicht zu kalte) Zutaten und genug Gehzeit (an einem warmen Ort) einplanen.

Frittieren

geht natürlich am einfachsten mit Hilfe einer Fritteuse. Die ist aber absolut kein Muss! Das Frittieröl lässt sich genauso gut im Topf erhitzen. Um zu testen ob es heiß genug ist, einfach einen Holzlöffel hineinhalten. Steigen kleine Bläschen auf, kann es losgehen. Die Temperatur während des gesamten Frittiervorgangs im Blick halten.

Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass das Fett die ideale Temperatur hat, wenn wenige kleine Bläschen rund um die Krapfen aufsteigen. Dafür bringen wir das Öl ganz am Anfang einmal auf die passende Temperatur und halten diese dann indem wir die Herdplatte auf niedere-mittlere Hitze einstellen. Aber Achtung: das Fett soll auf keinen Fall zu sehr blubbern oder gar spritzen. Die erste Seite der Krapfen wird mit Deckel frittiert, dafür die Hitze kurz reduzieren. Dann den Deckel abnehmen, die Krapfen wenden und die Temperatur etwas steigern.

Und natürlich bitte immer Vorsicht und Geduld, auch beim Abkühlen!

Befüllen

Die Füllung kommt mit Hilfe eines Spritzbeutels mit langer, spitzer Tülle oder alternativ einer Spritze in die Krapfen. Etwa 1 EL (ca. 10g) pro Krapfen einplanen und diese am besten senkrecht nebeneinander aufstellen, damit die Marmelade nicht direkt wieder rausläuft.

Krapfen mit Marmeladenfüllung

Ergibt ca. 15-18 Stück

Für den Teig

  • 500 g Mehl
  • 1 Würfel Hefe
  • 50 g Zucker
  • 200 ml lauwarme Milch
  • 2 Eigelb
  • 1 Ei
  • 50 g weiche Butter
  • Etwas Rum/ Rumaroma
  • 1/2 TL Salz

Außerdem

  • Speiseöl zum Frittieren
  • Ca. 300 g Marmelade zum Befüllen
  • Puderzucker oder Zimtzucker zum Bestäuben
  1. Das Mehl in eine große Schüssel geben. In der Mitte eine Mulde formen und die Hefe in diese hineinbrökeln. Zusammen mit ein wenig Zucker, 2-3 EL Milch und etwas Mehl vom Rand einen kleinen Vorteig herstellen. Diesen ca. 15 Minuten gehen lassen. 
  2. Die übrigen Zutaten zufügen und alles mit den Knethaken des Rührgeräts zu einem weichen, geschmeidigen Teig verarbeiten. Gut 5-10 Minuten gründlich durchkneten. Dann abdecken und an einem warmen Ort 30 Minuten gehen lassen. 
  3. Den Hefeteig nochmals gründlich durchkneten und schließlich auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche 1,5 cm dick ausrollen. Mit einem Plätzchenausstecher oder einem Glas Kreise (ø ca. 7 cm) ausstechen. Diese mit Abstand auf ein bemehltes Backblech legen und noch einmal 20-30 Minuten gehen lassen. 
  4. In der Zwischenzeit das Öl in einem Topf erhitzen. Sobald an einem hineingehaltenen Holzstäbchen kleine Blasen aufsteigen, ist das Fett heiß genug. 
  5. Jeweils ein Teigbällchen mit Hilfe einer Teigkarte vom Blech lösen und mittels Schaumkelle vorsichtig in das Öl gleiten lassen. Die Hitze etwas reduzieren und 2 Minuten mit Deckel frittieren. Dann vorsichtig mit der Schaumkelle wenden und die zweite Seite noch einmal 2-3 Minuten ohne Deckel frittieren. Anschließend sollten die Krapfen gleichmäßig gebräunt sein. So Stück für Stück mit allen Krapfen verfahren. 
  6. Nach dem Frittieren mit der Schaumkelle herausnehmen und das überschüssige Öl kurz auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Dann auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. 
  7. Die Marmelade glattrühren und in einen Spritzbeutel mit länglicher, spitzer Tülle oder eine Spritze füllen. Die fertigen Krapfen senkrecht nebeneinander aufstellen und mit jeweils 1 EL Marmelade befüllen. Dabei immer etwas Marmelade einfüllen, dann die Spritztülle etwas herausziehen, ein wenig mehr Marmelade einfüllen, herausziehen, füllen, usw. 
  8. Zum Schluss die Krapfen mit reichlich Puderzucker bestäuben oder alternativ in Zimtzucker wälzen. 

Krapfen mit Marmeladenfüllung

Ein klassisches Rezept für Faschings Krapfen/ Berliner/ Pfannkuchen mit Marmelade und Puderzucker
Vorbereitungszeit1 Std.
Ruhezeit1 Std.
Arbeitszeit2 Stdn.

Equipment

  • Ausstecher (ca. 7 cm)
  • Schaumkelle
  • Spritzbeutel mit dünner Lochtülle

Zutaten

Für den Teig

  • 500 g Mehl
  • 1 Würfel Hefe
  • 50 g Zucker
  • 200 ml lauwarme Milch
  • 2 Eigelb
  • 1 Ei
  • 50 g weiche Butter
  • Etwas Rum/ Rumaroma
  • 1/2 TL Salz

Außerdem

  • Speiseöl zum Frittieren
  • Ca. 300 g Marmelade zum Befüllen
  • Puderzucker oder Zimtzucker zum Bestäuben

Anleitungen

  • Das Mehl in eine große Schüssel geben. In der Mitte eine Mulde formen und die Hefe in diese hineinbrökeln. Zusammen mit ein wenig Zucker, 2-3 EL Milch und etwas Mehl vom Rand einen kleinen Vorteig herstellen. Diesen ca. 15 Minuten gehen lassen.
  • Die übrigen Zutaten zufügen und alles mit den Knethaken des Rührgeräts zu einem weichen, geschmeidigen Teig verarbeiten. Gut 5-10 Minuten gründlich durchkneten. Dann abdecken und an einem warmen Ort 30 Minuten gehen lassen.
  • Den Hefeteig nochmals gründlich durchkneten und schließlich auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche 1,5 cm dick ausrollen. Mit einem Plätzchenausstecher oder einem Glas Kreise (ø ca. 7 cm) ausstechen. Diese mit Abstand auf ein bemehltes Backblech legen und noch einmal 20-30 Minuten gehen lassen.
  • In der Zwischenzeit das Öl in einem Topf erhitzen. Sobald an einem hineingehaltenen Holzstäbchen kleine Blasen aufsteigen, ist das Fett heiß genug.
  • Jeweils ein Teigbällchen mit Hilfe einer Teigkarte vom Blech lösen und mittels Schaumkelle vorsichtig in das Öl gleiten lassen. Die Hitze etwas reduzieren und 2 Minuten mit Deckel frittieren. Dann vorsichtig mit der Schaumkelle wenden und die zweite Seite noch einmal 2-3 Minuten ohne Deckel frittieren. Anschließend sollten die Krapfen gleichmäßig gebräunt sein. So Stück für Stück mit allen Krapfen verfahren.
  • Nach dem Frittieren mit der Schaumkelle herausnehmen und das überschüssige Öl kurz auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Dann auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
  • Die Marmelade glattrühren und in einen Spritzbeutel mit länglicher, spitzer Tülle oder eine Spritze füllen. Die fertigen Krapfen senkrecht nebeneinander aufstellen und mit jeweils 1 EL Marmelade befüllen. Dabei immer etwas Marmelade einfüllen, dann die Spritztülle etwas herausziehen, ein wenig mehr Marmelade einfüllen, herausziehen, füllen, usw.
  • Zum Schluss die Krapfen mit reichlich Puderzucker bestäuben oder alternativ in Zimtzucker wälzen.
Krapfen mit Marmeladenfüllung

Berliner ohne Frittieren? Wie wär’s mit unserer Version aus der Muffinform- Rezept gibt’s hier!

3 Kommentare

  1. Danke für das Teilen 🙂 Ist es möglich nur eine halbe Menge vom Rezept zu machen?

    • Annalena&Johanna

      Aber klar! Einfach alle Zutaten im Rezept halbieren. Dann kommst du natürlich in die komische Situation ein halbes Ei verwenden zu müssen. Entweder verquirlst du also ein Ei und verwendest die übrige Hälfte anderweitig (als Rührei zum Beispiel) oder aber du ersetzt das Ei durch ein weiteres Eigelb, sodass in deinen Hefeteig am Ende 2 Eidotter kommen. Das hilft dir hoffentlich weiter, gutes Gelingen in jedem Fall 🙂

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