Backen mit Urgetreide und ein Rezept für Emmer Dinkel Waffeln

Kürzlich waren wir auf einer kleinen Mission. Beziehungsweise viel mehr Annalena. Denn wir erinnern uns: Johanna beschäftigt sich momentan eher mit Fallschirmsprüngen in Neuseeland. Annalena war also zu Gast bei der Initiative Urgetreide in Bingen am Rhein. Diese hat sich die Rettung alter Getreidesorten zur Aufgabe gemacht. Make Urgetreide great again, sozusagen. Natürlich gab es bei diesem kleinen Blogger-Event viele köstliche Dinge aus Urgetreide zu probieren- unter anderem Emmer Dinkel Waffeln, für die wir euch auch direkt das Rezept mitgebracht haben.

Aber ganz von vorne! Um ehrlich zu sein hatte bislang keine von uns beiden sonderlich viel mit Urgetreide am Hut. Geschweige denn eine Idee, was Urgetreide denn genau ist und weshalb es so besonders ist. Beim Backen kommt hier zwar häufig Dinkelmehl statt des herkömmlichen Weizenmehls zum Einsatz, aber das ist ja wohl nicht besonders urig.

Was macht Urgetreide so besonders?

Urgetreide hebt sich durch seinen hohen Nährstoffgehalt und die naturbelassenen Sorten vom überzüchteten, auf möglichst hohen Ertrag abgerichteten Weizen ab. Auch geschmacklich macht sich das durch eine besonders nussige Note bemerkbar. Urgetreide ist damit besser für uns und unseren Körper, das wussten schon die alten Ägypter, Römer und sogar Ötzi. Bei all denen stand Urgetreide nämlich auf dem täglichen Speiseplan.

Welche Getreidesorten zählen zum Urgetreide?

Urgetreide hat eine tolle Sortenvielfalt! Zu den bekanntesten zählen Emmer, Einkorn, Khorasan, Urdinkel und Urgerste. Die Vielfalt ist aber noch viel größer! Die Sorten sind alle auf die ein oder andere Art miteinander verwandt. Nicht zu verwechseln sind Urgetreidesorten mit sogenannten Pseudo-Getreidesorten, wie zum Beispiel Quinoa oder Buchweizen. Auch Samen, also zum Beispiel Chia oder Sesam zählen nicht in die Kategorie Urgetreide.

Weshalb lohnt sich die Rettung alter Getreidesorten?

Wie bereits oben erwähnt enthält Urgetreide viel mehr Nährstoffe als unser „täglich Brot“. Außerdem können die Sorten nachhaltiger angebaut werden, da ihre Ernte nicht auf den größtmöglichen Ertrag abzielt. Auch in Punkto Vielfalt lohnt sich der Erhalt altbewährter Getreide. Das zeigt sich auch geschmacklich, denn jede Getreidesorte hat ihre eigene Note. Davon durften wir uns beim Blogger Event der Initiative Urgetreide selbst überzeugen.

Was ist bei der Verarbeitung von Urgetreide zu beachten?

Natürlich kann Urgetreide nicht genauso verarbeitet werden wie Weizen- oder Dinkelmehl. Vielmehr hat auch da jede Sorte ihre Eigenheiten. Generell sollte man Urgetreidesorten immer mit einem Anteil Dinkelmehl oder Weizenmehl mischen. Nur so entsteht Gebäck, das auch eine angenehme Konsistenz hat und nicht steinhart oder super klebrig ist. In Anteilen kann „normales“ Mehl allerdings ganz einfach durch Urgetreide ersetzt werden. So wie bei den Emmer Dinkel Waffeln, für welche hier jetzt direkt das Rezept folgt.

Emmer Dinkel Waffeln
  • 140 g weiche Butter
  • 100 g Dinkelmehl T630
  • 1 Tütchen Backpulver
  • 70 g braunen Zucker
  • 150 g Emmer-Vollkornmehl
  • 1 Prise Zimt
  • 1 Prise Salz
  • 100 ml Vollmilch
  • etwas Vanillearoma nach Geschmack
  • 3 Eier
Zubereitung
  1. Die weiche Butter mit der Hälfte des braunen Zuckers und den Gewürzen cremig verrühren.
  2. Eier trennen, nach und nach 3 Eigelbe unterrühren. Emmer-Vollkornmehl mit dem Dinkelmehl und dem Backpulver vermengen und zusammen mit der Vollmilch unter die Buttermasse rühren.
  3. 2 Eiweiße mit dem restlichen Zucker und einer Prise Salz zu einem lockeren Schnee aufschlagen. Zum Schluss den Eischnee unterheben.
  4. Ein Waffeleisen gut einfetten, Teig hineingeben und die Waffeln- je nach Dicke und Größe- etwa 3 Minuten lang ausbacken.

Emmer Dinkel Waffeln

Ein Urgetreide Rezept von Hey Foodsister

Portionen 12 Stück

Zutaten

  • 140 g weiche Butter
  • 100 g Dinkelmehl T630
  • 70 g braunen Zucker
  • 150 g Emmer-Vollkornmehl
  • 1 Prise Zimt
  • 1 Tütchen Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 100 ml Vollmilch
  • etwas Vanillearoma nach Geschmack
  • 3 Eier

Zubereitung

  1. Die weiche Butter mit der Hälfte des braunen Zuckers und den Gewürzen cremig verrühren.

  2. Eier trennen, nach und nach 3 Eigelbe unterrühren. Emmer-Vollkornmehl mit dem Dinkelmehl und dem Backpulver vermengen und zusammen mit der Vollmilch unter die Buttermasse rühren. 

  3. 2 Eiweiße mit dem restlichen Zucker und einer Prise Salz zu einem lockeren Schnee aufschlagen. Zum Schluss den Eischnee unterheben.

  4. Ein Waffeleisen gut einfetten, Teig hineingeben und die Waffeln- je nach Dicke und Größe- etwa 3 Minuten lang ausbacken. 

Annalena und die übrigen Teilnehmer des Urgetreide Events durften diese Waffeln direkt aus dem Waffeleisen und mit heißen Kirschen, Vanillesoße und Sahne in der Backstube verköstigen- ein Traum! Außerdem wurden Khorasan-Dinkel Focaccia und … gebacken. Im Anschluss gab es einen kleinen Fotoworkshop mit Britta und Svenja von Klara&Ida Fotografie, daher die hübschen Fotos der Emmer Dinkel Waffeln 😉

Wenn ihr mehr über Urgetreide erfahren möchtet, dann schaut sich mal hier bei der Initiative Urgetreide vorbei. Dort gibt’s noch ein paar tolle Infos, Tipps und Rezepte rund um die Verarbeitung alter Getreidesorten. Tricks rund um die Foodfotografie findet ihr bei Klara&Ida und ein paar Einblicke in das Bloggerevent auf Instagram in unseren Story Highlights.

Habt ihr schon Erfahrungen gemacht, im Umgang mit Urgetreide? Erzählt uns gerne mehr davon!

Habt’s fein,
Annalena&Johanna

_________________________

Wir wurden zu diesem Event von der Initiative Urgetreide e.V. eingeladen, die Berichterstattung zum Event erfolgt vollkommen freiwillig und aus Herzblut und Überzeugung für deren Mission!

1 Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hier kannst du dich für unseren monatlichen Newsletter anmelden!